Großmutter- und Großvaterfelsen

Im Süden von Koh Samui, bei Lamai Richtung Hua Thanon, findest du die faszinierenden Felsformationen Hin Ta und Hin Yai, auch bekannt als Großmutter- und Großvaterfelsen.

Wenn Mutter Natur ein wenig unanständig ist

Die Natur erheitert uns hier mit natürlich entstandenen Formationen die aussehen wie männliche und weibliche Genitalien. Weithin zu sehen ist, natürlich, der Großvaterfelsen rechter Hand. Nicht so sehr ins Auge sticht der Großmutterfelsen zur Linken. An den vielen Verkaufsständen kannst du neben Snacks, Getränken und Souvenirs auch verschiedene Ansichtskarten mit sehr guten Fotos der Felsen kaufen. Das Meer rund um den felsigen Küstenabschnitt ist glasklar und ermöglicht dir das Treiben der bunten Fische vom Ufer aus zu beobachten.

 

Die Legende von Hin Ta und Hin Yai…Liebe – Drama – Hoffnung

Die Geschichte erzählt von Großvater Kreng (Ta Kreng) und Großmutter Riem (Yai Riem), die mit ihrem Sohn in Nakhon Si Thammarat lebten. Als der Sohn älter wurde beschlossen die beiden, dass es an der Zeit wäre ihn zu verheiraten. Also machten sie sich eines Tages auf um in die benachbarte Provinz Prachuap Khiri Khan zu segeln, mit dem Vorhaben um die Hand der Tochter von Ta Monglai anzuhalten. Doch während der Reise wurde ihr kleines Boot von einem heftigen Sturm erfasst, und sie kenterten. Die alten Leute waren nicht in der Lage an Land zu schwimmen und ertranken auf See. Ihre Körper wurden an die Küste gespült und verwandelten sich in die Felsen die noch heute dort stehen, als beständiges Zeichen für die Beinahe-Braut und deren Eltern, dass ihre Intention wahrhaftig und ehrlich war.

An den Geisterhäuschen wird den Ahnen geopfert

Seither ist dieser Ort Anlaufpunkt für Liebende und deren Eltern. An den Geisterhäuschen wird den Ahnen geopfert und dabei um immerwährende Liebe für zukünftige Ehepaare, oder um eine gute Partie fürs geliebte Kind gebeten. Der Theravada-Buddhismus ist eine lebendige Religion mit ausgeprägter Ahnenverehrung. Unter den Opfergaben befinden sich Getränkedosen und -flaschen, Speisen, Süßigkeiten und Figuren – und nie wird vergessen einen Strohhalm beziehungsweise Löffel dazu zu geben. Zudem sind die Ahnenhäuschen mit gelben Girlanden und bunten Bändern geschmückt.

Die moderne Variante ist die „Lock your love forever“ Skulptur am Aussichtspunkt.

Rock Bar Lamai– eine Zeitreise

Von hier aus rechter Hand befindet sich die Rock Bar. Nach dem du durch den schmalen Eingang geschlüpft bist, eröffnet sich dir eine irrwitzige Holzkonstruktion auf verschiedenen Ebenen. Es ist fast wie eine Zeitreise, denn so oder so ähnlich haben früher alle Strandbars ausgesehen. Eigentlich bin ich ziemlich sicher, dass die erste Ebene schon da war als ich vor 20 Jahren das erste Mal auf Koh Samui war.

Fischerdorf in Hua Thanon

Nach Lamai, in Richtung Süden/Südwesten, wird es generell ruhiger. Die Strände sind nicht dicht an dicht verbaut und es herrscht eher eine Art Backpacker Atmosphäre vor. Du kannst dem Muslim Village einen Besuch abstatten, wo hauptsächlich Fischer leben die ihre Beute fangfrisch am lokalen Markt verkaufen. Hier kannst du einen Eindruck erhaschen, wie der Alltag der Menschen vor dem Massentourismus aussah. Es gibt auch eine Handvoll Seafood Restaurants die authentische Gerichte zu vernünftigen Preisen anbieten. Für passionierte Angler ist es gut möglich, dass sich die Gelegenheit ergibt mit einem der Fischer hinaus zu fahren.

Wat Sila Ngu – Der rote Schlangentempel

Dieser Tempel ist einen Besuch wert, denn er unterscheidet sich optisch von allen anderen. Die Tempelhalle ist komplett rot, innen wie außen, und bietet einen beeindruckenden Querschnitt traditioneller Tempelkunst. 

Du findest den Wat Sila Ngu, auch als Phrathat Hin Ngu bezeichnet, ca. 1km südlich von Hin Ta und Hin Yai.

Der Eingang ist flankiert von kunstvoll gefertigten Drachen-, Schlangen- und  Kriegerfiguren die als Wächter fungieren. Innen erzählen Reliefs, anstatt der sonst üblichen Malereien, Geschichten aus dem religiösen Leben und dem Alltagsleben.  

Die Schriften des Theravada Buddhismus sind in Pali, einer alten indischen Sprache, geschrieben die außerhalb der Tempel nicht mehr verwendet und verstanden wird. Es werden mit Hilfe der Kunst religiöse, moralische und historische Lektionen weiter gegeben. So begegnest du zum Beispiel dem Affengott Hanuman, dem elefantenköpfigen Gott Ganesha, den Devas und natürlich besonders oft der Schlangengottheit Naga. Die Reliefs zeigen Begebenheiten aus dem Ramakian, der thailändischen Fassung des indischen Nationalepos Ramayana.

Im Tempel wird eine Reliquie des Buddha verwahrt, welche 1955 im Zuge einer heiligen Zeremonie in den Schrein eingesetzt wurde. König Rama IX und Königin Sirikit besuchten 1962 den Wat Sila Ngu um am Schrein zu beten.

Spazierst du geradeaus weiter Richtung Meer, kommst du zu einem vergoldeten Stupa. Unterhalb des großen Stupa befinden sich mehrere kleinere, jede reich verziert. Links davon ist eine überdachte Aussichtsplattform, die dir einen ganz wunderbaren Ausblick übers Meer und der Küste entlang bietet. Die Anhöhe hinab reihen sich kleine Kutis aneinander, die Unterkünfte der Mönche.

Natürlich kannst du dich auch hier im Schatten des obligatorischen Bodhibaumes niederlassen und diesen wunderschönen Tempelbezirk auf dich wirken lassen.